Pressemitteilung: Südi bleibt solidarisch begrüßt Ratsbeschluss zum Suchthilfezentrum und fordert verbindliche Umsetzung der Sicherheits- und Betriebskonzepte
Köln, den 12.05.2026
Die Initiative Südi bleibt solidarisch begrüßt den Beschluss des Rates der Stadt Köln zum Bau des geplanten Suchthilfezentrums ausdrücklich. Nach monatelanger intensiver Auseinandersetzung mit fachlichen Einschätzungen, Planungsunterlagen und zahlreichen Gesprächen mit Menschen aus der Nachbarschaft bleibt die Initiative überzeugt, dass ein umfassendes innerstädtisches Suchthilfeangebot notwendig ist, um die Situation schwer suchtkranker Menschen zu verbessern und den öffentlichen Raum langfristig zu entlasten. Mit Blick auf die nächsten Schritte fordert die Initiative nun eine zügige und transparente Ausarbeitung der Betriebskonzepte sowie eine verbindliche Umsetzung der Maßnahmen aus der Sicherheitsanalyse. Zudem müsse die Stadt Köln künftig eine aktivere Rolle in Kommunikation und Dialog übernehmen. Anwohner*innen und lokale Einrichtungen sollten frühzeitig und verbindlich in die weiteren Planungen eingebunden werden. Gleichzeitig spricht sich die Initiative dafür aus, die Suche nach einem zweiten innerstädtischen Suchthilfezentrum zeitnah voranzutreiben, um Angebote und Belastungen künftig besser zu verteilen.
„In den vergangenen Wochen wurden Mitglieder der Initiative wiederholt persönlich angegriffen. Das Anwohnendenbündnis wurde mit verschiedenen Unterstellungen konfrontiert und es wurde versucht das Bündnis zu delegitimieren. Dies hat schließlich beispielsweise dazu geführt, dass die Kommentarfunktion des Instagram-Auftritts der Initiative vorübergehend deaktiviert wurde. Wir wünschen uns eine Debattenkultur, in der unterschiedliche Positionen respektvoll diskutiert werden können – ohne persönliche Angriffe oder Diffamierungen“
Sebastian Endres - Sprecher der Initiative Südi bleibt solidarisch
Die eigentliche Arbeit beginne jetzt erst: Sicherheits-, Schutz- und Ordnungskonzepte müssten unter Einbezug mit Nachbarschaft, lokalen Einrichtungen und Fachakteuren entwickelt und konsequent umgesetzt werden, damit das Suchthilfezentrum langfristig funktionieren könne.
Dr. Eva Grommes, ebenfalls Sprecherin von Südi bleibt solidarisch, ergänzt, dass sich in der Initiative Menschen aus unterschiedlichen beruflichen und gesellschaftlichen Kontexten engagierten – ausschließlich privat und aus persönlicher Überzeugung.
„Uns eint das Anliegen, die Situation schwer suchtkranker Menschen zu verbessern und Lösungen zu unterstützen, die langfristig sowohl Betroffenen als auch Nachbarschaften helfen.“
Dr. Eva Grommes - Sprecherin von Südi bleibt solidarisch
Kritik, Sorgen und offene Fragen rund um das Suchthilfezentrum müssten dabei selbstverständlich ernst genommen und im Dialog bearbeitet werden. Zugleich brauche es nun eine sachliche und lösungsorientierte Weiterarbeit aller Beteiligten.
Bereits vor der Ratssitzung am 12. Mai hatte die Initiative mit einer Kundgebung vor dem Rathaus auf die Bedeutung des Ratsbeschlusses aufmerksam gemacht. An der Versammlung nahmen rund 20 Menschen teil.
Südi bleibt solidarisch ist eine Initiative von Anwohner*innen aus dem Pantaleonsviertel, Severinsviertel und angrenzenden Veedeln in Köln. Die Initiative setzt sich für eine sachliche, solidarische und lösungsorientierte Debatte rund um das geplante Suchthilfezentrum ein. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der Situation suchtkranker Menschen, die Stärkung niedrigschwelliger Hilfsangebote sowie eine nachhaltige Entlastung des öffentlichen Raums und der Nachbarschaften. Hintergrund der Gründung war aus Sicht der Beteiligten, dass in der öffentlichen Debatte vor allem ablehnende Stimmen sichtbar waren. Ziel war es, sichtbar zu machen, dass es auch Anwohner*innen aus dem Pantaleonsviertel, Severinsviertel und angrenzenden Veedeln gibt, die den Ausbau innerstädtischer Suchthilfe unterstützen – auch im eigenen Umfeld.