Pressemitteilung: Konsumraum Dille 27 in Kalk eröffnet – Südi bleibt solidarisch begrüßt Ausbau der Hilfen
Köln, den 26.05.2026
Das Nachbarschaftsbündnis Südi bleibt solidarisch begrüßt die Eröffnung des Drogenkonsumraums Dille 27 in Kalk am heutigen Dienstag, den 26.05.2026, und sieht darin einen wichtigen Schritt zur Verringerung des offenen Konsums in der Stadt. Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der offenen Drogenszene in Köln ist eine Erweiterung des Hilfsangebots für Drogenkranke genau der richtige Weg. Südi bleibt solidarisch befürwortet das Konzept, dass der Selbsthilfeverein Vision mit dem Betrieb des Konsumraums beauftragt wurde. Außerdem sei es der richtige Schritt, den Konsumraum mittelfristig zu einem Suchthilfezentrum mit weiteren integrierten Hilfsangeboten, wie Ruhemöglichkeiten, medizinischer und psychologischer Betreuung und Versorgung mit Essen, Kleidung und Hygiene.
„Wir freuen uns besonders, dass der Verein Vision den Betrieb des Konsumraums übernehmen wird. Als Selbsthilfeverein wissen die Mitglieder des Vereins am Besten, was Betroffene brauchen und wie ihnen geholfen werden kann.“
Sebastian Endres - Sprecher der Initiative Südi bleibt solidarisch
Kritik äußert das Bündnis allerdings gegenüber der Stadt, die es über Monate versäumt hat, die Betriebserlaubnis für den Konsumraum einzuholen. Das dürfe sich bei zukünftigen Projekten, wie dem kürzlich beschlossenen Suchthilfezentrum am Perlengraben nicht wiederholen.
„Wir hoffen, dass die Stadt aus ihren Fehlern gelernt hat und sie die nötigen Genehmigungen für das kürzlich beschlossene Suchthilfezentrum am Perlengraben schneller besorgen wird, als beim Konsumraum in Kalk.”
Dr. Eva Grommes - Sprecherin von Südi bleibt solidarisch
Mit Blick auf die Gegenproteste gegen das beschlossene Suchthilfezentrum am Perlengraben äußert das Bündnis den Wunsch, sich ein Beispiel an den Anwohnenden des Konsumraums in Kalk zu nehmen. Dort sehe man, dass der Ausbau von Hilfsangeboten zu einer Verringerung des offenen Konsums auf der Straße führen wird. Ohne Hilfsangebote haben Ordnungskräfte keine andere Handhabe, als die Szene von einem zum anderen Ort zu vertreiben. Die Folgen sind aktuell am Friesenplatz und im Belgischen Viertel zu sehen. Die linksrheinischen Hilfestätten sind weder groß genug, noch auf den aktuell zunehmenden Crackkonsum ausgelegt. Deshalb können Suchtkranke nicht von der Straße in diese Einrichtungen gebracht werden und werden nur von einem zum anderen Ort getrieben.